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Thema verschoben von Tipps, Berichte, Erfahrungen, Hilfeersuchen durch ManfredA am 03.07.2020, 09:00.
Jochaan
 Beitrag#1   Betreff: 5 Monate FJR1300 RP11 - eine erste Bilanz
Verfasst: 03.07.2020, 08:41 
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Beiträge: 22
Registriert:
12.01.2018, 08:16
Ortszeit:
12.08.2020, 22:29
Euch etwas über dieses Motorrad mitzuteilen ist sicherlich so ähnlich wie Eulen nach Athen tragen, aber dennoch...
Rückblende, Juli 2017
Ich trenne mich nach vier schönen Jahren von meiner GSX-1100G. Für mich ein tolles Motorrad, erinnerte sie mich doch an meine Z 1300 von 1982 oder meine XS-1100 von 1986. Solche Motorräder mochte ich eigentlich immer noch am liebsten, großvolumige Mehrzylindermotoren wie sie nur die Japaner bauen können, ein großer Tank und viel Platz für zwei für die große Fahrt und vor allem - der nahezu wartungsfreie Kardanantrieb. Beide, sowohl die XS-1100 als auch die Z 1300 waren für mich der Inbegriff vom Motorradfahren. Wäre ich älter, hätte ich mir wahrscheinlich auch eine Münch TT-S gekauft. Aber im Juli 2017 war ich eben keine 21 oder 25 mehr sondern 56 Jahre alt und die Suzuki wurde mir allmählich zu schwer. Und da die Suse, nach einigen Modifikationen mit 130PS sehr gut im Futter stand, wurde in mir der Gedanke nach Entschleunigung wach.
Gedacht-getan! Bei Mobile eingestellt und recht zügig für einen sehr ordentlichen Kurs verkauft.
Mein Bedürfnis an zweirädriger Fortbewegung sollte fortan von einer Honda NC 700 gestillt werden, und nicht nur das, nein, es sollte der rollerähnliche Ableger Integra werden. Vor allem das DCT-Getriebe hatte es mir angetan.
Das ging auch zwei Jahre ganz hervorragend, ich hatte über 30.000km viel Spaß mit meiner weinroten Integra. Wenn, ja wenn da nicht das viel zu straffe und teilweise recht derb agierende Fahrwerk gewesen wäre. Oder das, im Zweipersonenbetrieb nicht gerade berauschende Platzangebot, das sowohl mir als auch meiner Sozia eine längere Tour mit der NC nicht gerade als Verlockung verhieß. Oder die Überholmanöver, die gerade auch bei Fahrten zu zweit etwas ausführlicher geplant sein wollten. Und dann die Kette zum Hinterrad...
So stand ich im Herbst 2019 in meiner Garage und dachte mir: "Das muss anders!"
Herbst/Winter 2019-2020
Eigentlich sollte es ja eine SV1000 werden, weil der Motor so herrlich viel Charakter hat und weil 120PS bei 205kg Fahrgewicht eine Menge Spaß verhießen. Und die Sozia hat, wohl noch von der Honda geprüft, so recht keinen Bock mehr auf Bock. Aber Sitz (oder besser Hockposition) und der leidige Kettenantrieb haben dieser Idee alsbald den Garaus bereitet. Also Kardan! Aber welche?
Die Honda Deauville gefiel mir gut, aber 61 PS waren mir, zumal bei über 250kg Gewicht, dann doch wieder zu wenig und die letzte Alternative war eine K1300 von BMW oder die GTR1400 von Kawasaki. Aber bei ersterer hörte man viel von horrenden Wartungs-und Ersatzteilpreisen und die Kawa machte sich als Gebrauchtofferte rar, zudem zu teuer und mit deutlich über 300kg zu schwer. Und das Ofenrohr als Auspufftopf machte mich auch nicht gerade schaumig...

Januar 2020
Da fand ich sie...eine FJR1300, genauer gesagt eine Metallic-Graue RP11. Ez. 2004, 58.800km, Heizgriffe, Koffer, ABS, viiiel Platz und das alles, Werkstattgeprüft mit 12 Monaten Gewähr für 4.400€. Also Probefahrt vereinbart, hingefahren und schwer beeindruckt gewesen von so viel Motorrad. Und bei der ersten Probefahrt war ich ebenso beeindruckt von der Leichtigkeit, mit der
sich dieser 290kg Brocken bewegen ließ.
Lange Rede, kurzer Sinn: Honda in Zahlung gegeben und ein Wochenende später stand sie bei mir in der Garage.
Ich bitte um Entschuldigung, aber ich musste etwas ausholen!
Ja, und nun sind fünf Monate und 6.000km vergangen und beeindruckt bin ich noch immer.
Nein, große Emotionen versprüht dieser ICE auf zwei Rädern wahrlich nicht, aber Souveränität. Diese lineare Gummibandbeschleunigung ist schon bemerkenswert, auch wenn ich, ob der reinen Papierform von 145PS, etwas mehr erwartet hätte. Allerdings werde ich dann schnell vom Tacho auf den Boden der Realität zurück geholt - die Bremsen sind übrigens super! Fadingfrei, schnell ansprechend und gut zu dosieren. Das ABS regelt ein wenig einfallslos, aber es regelt immerhin zuverlässig. Mein Modulator funktioniert übrigens einwandfrei und ich werde ihn, dank Eurer Tipps, bei der nächsten Inspektion im Winter durchspülen. Natürlich mit neuer Bremsflüssigkeit!
Das Fahrwerk bietet genau den Komfort, den die NC nicht hatte, ich habe jetzt eine passende Einstellung für mich gefunden, die ich mit Beifahrer nur durch das verstellen in Richtung "Hart" anpassen kann. Einfach und wirkungsvoll! Und im Solobetrieb mutiert die Effe zwar nicht zum Kurvenräuber aber es geht schräg, flott und sicher um alle Ecken. Das macht Spaß! Ich habe übrigens Bridgestone BT-T30 Evo GT vorn und hinten aufgezogen. Wie ich finde sehr passend zur FJR. Neutral, gutes Feedback und sicher bei Nässe. Das selbst die neueste FJR noch mit dem BT023 daherkommt erstaunt mich. Den hatte ich auf der GSX-G und der BT-T30 ist, vor allem bei Nässe, um Welten besser.
Über den Motor brauche ich wohl nicht viel zu erzählen. Seidenweich laufend ist er ein Meisterstück Japanischer Motorenbaukunst. Vibrationsarm dreht er schon ab Standgasdrehzahl auch im 5. Gang ruckfrei hoch und beschleunigt die Fuhre bis zur VMax. Das war bei mir mal Tacho über 260km/h. Dazu läuft er sehr leise und dezent und ist dazu noch recht sparsam. 5,2l/100km sind bei mir der Durchschnitt.
Der Windschutz der Verkleidung ist nahe dran an perfekt, der Wetterschutz war auf der Integra aber besser. Aber die elektrisch verstellbare Scheibe ist toll, vielleicht 5cm zu kurz. Na, wir sind ja nicht aus Zucker und so viel isses denn auch nicht was man abbekommt.
Die serienmäßigen Koffer sind ein wenig eng (hatte vorher Givi V35 an der Integra) aber ich habe mit einem Shad-Topcase (48l. oder zwei Klapphelme mit Regenzeug) nachgerüstet. Ein sehr empfehlenswertes Teil übrigens, dass durchaus Erstausrüsterqualität bietet. Gab's bei Tante Louise für gerade mal 200€ incl. Bodenplatte. Sehr solide, tolles Deckelschloß!
Inzwischen bin ich also rund 6.000km gefahren, war beim TÜV ohne Beanstandungen, habe jetzt jede Menge Souveränität bei jeder Fahrt und die Sozia fährt auch wieder gerne mit.
Also nur Licht und keinen Schatten?
Nicht ganz! Das Getriebe ist manchmal eine Zumutung. Der erste Gang knallt zuweilen derart laut in seine Position dass man denken könnte, es sei etwas kaputt. Und der sechste Gang fehlt definitiv!
Und das Wechseln einer H4-Glühbirne ist eine tolle Aufgabe für das Wochenende, aber immerhin ist das Licht sehr gut. Ja und das war es auch schon. Ansonsten das (fast) perfekte Motorrad. Alles läuft perfekt, so wie ein Toyota. Zuverlässig, unauffällig und...emotionslos! Aber vielleicht kommt das ja noch mit den Emotionen.
Spätestens aber dann, wenn ich mir eine SV 650 oder 1000 dazu in die Garage stelle. Die FJR würde, da bin ich mir sicher, sich mit beiden gut vertragen, denn für Stress ist die FJR einfach zu souverän!



Bevor ich mich jetzt aufrege, isses mir lieber egal!

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HelmutW
 Beitrag#2   Betreff: Re: 5 Monate FJR1300 RP11 - eine erste Bilanz
Verfasst: 03.07.2020, 09:14 
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Beiträge: 75
Registriert:
26.10.2018, 15:59
Ortszeit:
12.08.2020, 23:29
Zitat: Jochaan
Alles läuft perfekt, so wie ein Toyota. Zuverlässig, unauffällig und...emotionslos! Aber vielleicht kommt das ja noch mit den Emotionen.

Hallo, ein schöner Bericht. Ich fahre auch RP11 aus 2004 und das mit den Emotionen kommt ganz automatisch wenn du die FJR nicht nur in unteren Drehzahen bewegst. Ab 5000-6000 U/min. hast du ein völlig anderes Motorrad. Mir fehlt es mit der RP11 nicht an Emotionen, habe aber auch nicht so einen niedrigen Spritverbrauch. Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß mit der RP11 :yes:



FJR1300A, RP11 aus 2004 , TechnoJade, 95.000 Km

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Klado
 Beitrag#3   Betreff: Re: 5 Monate FJR1300 RP11 - eine erste Bilanz
Verfasst: 03.07.2020, 13:27 
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Beiträge: 354
Registriert:
23.05.2015, 20:29
Ortszeit:
12.08.2020, 23:29
Naja die ersten hatte ein Beschleunigungswert von 3,0 sec. von Null auf die Hundert km/h.

mal einfach im zweiten oder dritten Gang die Drosselklappen auf Durchzug stellen, dann geht die FjR ab wie Schmitz Katze.
OK, zum Kurvenräubern gibt es besseres Material.
Für mich und was ich mit einem Motorrad machen möchte ist die FjR schon ein sehr guter Kamerad.

Bin aber immer noch an einem Zweitmotorrad am arbeiten, aber Corona hat mich bis dato davon abgehalten.



Gruss Klaus

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Axi
 Beitrag#4   Betreff: Re: 5 Monate FJR1300 RP11 - eine erste Bilanz
Verfasst: 14.07.2020, 14:51 
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Beiträge: 142
Registriert:
28.02.2020, 17:10
Ortszeit:
12.08.2020, 22:29
Gut, bei mir ist es keine RP 11, sondern eine RP 13, aber gefangen mit vollen Emotionen hat sie mich von Anfang an.
Problem gab es leider mit dem ABS, das nicht funktionierte obwohl keine Warnlampe anging. Da ich vorher nie ein Mopped mit ABS hatte, bemerkte ich das überhaupt nicht. Aber unser Mitglied Seb hat mich da super begleitet. Danke dafür ! :yes:

Ich bin von diesem Motorrad auch einfach nur begeistert und finde es - genau wie Du - auch sehr erstaunlich,
dass man dieses Gewicht nicht wirklich ernsthaft merkt (ausser beim Schieben :lol: ).
Schaltfaul fahren mit grossem Komfort ...... herrlich !! :lieb:



Gruß
Axi


____________________________________
RP 13, 2007, Ocean Depth
Und immer schön die Spiegel oben halten !

Der Klügere kippt nach !

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