#32 von FrankenUwe » 11.09.2026, 16:25
Hallo Harry,
leider ist es ein XT2 und andere Modelle verhalten sich anders. Die generierten Antworten einer "KI" sind schlicht unbrauchbarer Mist, sorry das so hart zu sagen aber diese Systeme sammeln irgendwas zusammen und präsentieren es so als sei es die Wahrheit. Ich hab alles ausprobiert und meine Trickkiste hat auch nicht weitergeholfen (zB. mit gedrückter Einschalttaste per USB und aktivem Computer booten um in den Filemanager zu kommen)
Ich bin aus der IT und habe auch mit embedded systemen zu tun (kleine Computer mit Spezialaufgaben, z.B. Navi oder Waschmaschinen...) und solange diese Systeme gekapselt sind (kein Zugang von "aussen") passiert da auch wenig (Probleme).
Aber das Garmin XT2 bietet explizit den Zugang zum internen Dateisystem. Dort gehören Routen, Tracks und Karten auch hin.
Fatal ist das Verhalten beim Systemstart: korrupte Daten (Karten, Routen, Tracks, POI, ...) werden ZUERST eingelesen weit bevor ein Zugriff auf das Dateisystem möglich wäre.
Das ist einfach eine Falltür. Garmin weiss das und für den Service ist das ein Standardfall. Der Anwender ist also selbst schuld wenn Daten nicht so aussehen wie Garmin das erwartet.
Dafür gibts keine Spezifikation oder Vorab-Check. Das ist einfach miese Software-Qualität - oder Garmin versucht sich davor zu schützen das Kunden eben auf OSM Material zugreifen.
Ausserdem gibt es keine "OSM-Karte". Es gibt Basisdaten, aus denen viele unterschiedliche Karten zusammengesetzt werden können.
Die wahre Stelle der Inkompetenz (oder Absicht?) ist genau an der Stelle, an dem das Einlesen der Daten (Karte, Route, Track, POI, ...) fehlschlägt. Ein anwenderfreundliches System ignoriert spätestens nach dem zweiten oder dritten Versuch diese Daten und übergeht sie mit einer Fehlermeldung ("Hey was soll denn der Datenmist?") aber geht in einen Systemzustand der den Zugriff zur Korrektur erlaubt.
Entweder hat das der Freund eines Neffen vom Chef entwickelt oder da steckt Absicht dahinter. Ich weiss es nicht.
Hätte mir der Garmin Support ein Austauschgerät mit einer verbesserten Version (=Korrekturmöglichkeit bei Input-Mist) angeboten hätte ich das wahrscheinlich akzeptiert.
Aber so? "Ja das Problem kennen wir, Drittanbieter - keine Garantie. Der nächste bitte!"
Nee so gehts nicht.
Technisch gesehen erwarte ich eine boot-Möglichkarte per SD - für genau solche Notfälle. Linux starten, Filesystem mounten und die korrupte Datei löschen. OK, man sollte da schon wissen was man tut.
Aber da wird nur der Umtausch des Geräts angeboten - wir reden hier über ein Hochpreis-Navi im Wert von 600 Eu. Jetzt ist es ein Briefbeschwerer oder eine Seitenständerunterlage, je nach mentalem Zustand.
Viele Grüsse aus Franken
Uwe