Schraube Thermostateinlassrohrs a. Zylinderkopf dreht durch

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Schraube Thermostateinlassrohrs a. Zylinderkopf dreht durch

Beitrag#1   von chris » 07.08.2026, 16:57

Hallo, ich hab hier schon wieder das nächste Problem.
Anscheinend gab es an meiner "neuen" RP11 in der Vergangenheit schonmal Probleme mit der Dichtheit der Thermostatrohre in den Zylinderkopf. Irgendwer hat da schonmal mit einem Silikonähnlichen Zeug versucht, was abzudichten. Da beide Löcher ziemlich rostig aussahen und ich wegen der Motor Überhitzung ohnehin das Thermostat ausbauen wollte, habe ich auch diese Rohre herausgenommen. Nachdem ich das Klebzeug soweit möglich entfernt und mir neue O-Ringe besorgt hatte, wollte ich alles wieder korrekt mit 10 Nm anziehen. Dabei stellte ich fest, dass die linke Schraube durchdreht. Vermutlich hat irgendein Hirni versucht, eine Undichtigkeit durch Anknallen der Schraube zu beseitigen.
Was mach ich denn jetzt? Gibt es da eine Reparaturmöglichkeit? Größeres Gewinde reinschneiden?
Hat jemand sowas schonmal gemacht?
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Re: Schraube des Thermostateinlassrohrs am Zylinderkopf dreh

Beitrag#2   von Ecki » 07.08.2026, 17:26

Da gibt es Passhülsen. Loch um eine Gewindstärje aufbohren, Passhülse rein und dann kannst du das Teil wieder fest Schrauben.

Suche mal nach Helicoil.
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Re: Schraube des Thermostateinlassrohrs am Zylinderkopf dreh

Beitrag#3   von FJRHarry » 07.08.2026, 19:13

Wenn man Helicoils oder ähnliche Gewindeeinsätze in einen Zylinderkopf einbauen möchten, würde ich empfehlen, dies von einem Fachbetrieb erledigen zu lassen. Dort kann man besser beurteilen, ob das Vorhaben machbar ist und welcher Typ/Modell Einsatz sich am besten dafür eignet.

Ich habe mir einmal den Zylinderkopf meiner alten Honda CB750 ruiniert, als ich selbst ein Helicoil eingebaut habe. Zwar hielt die Schraube anschließend bombenfest, doch das Helicoil verursachte eine undichte Stelle und damit Motorölverlust – ein klassischer Fall von Lehrgeld zahlen :shame:
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Re: Schraube des Thermostateinlassrohrs am Zylinderkopf dreh

Beitrag#4   von Mitsui » 07.08.2026, 19:19

Alternativ gibt es von der Firma Würth Time-Sert.
Die Gewindeeinsätze dichten innen und außen und sind belastbarer als Helicoil.

Bildquelle:Firma Würth
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Re: Schraube des Thermostateinlassrohrs am Zylinderkopf dreh

Beitrag#5   von chris » 07.08.2026, 20:15

Diese Helicoil-Technik scheint die beste Lösung zu sein.
Ich muss nur sehen, dass ich einen Bohrer finde, der lang genug ist, weil die Baustelle ja ziemlich tief liegt.
Zudem bin ich noch unschlüssig, ob es das teure Original Helicoil sein muss oder auch eine Alternative. Würth ist ja bekanntlich auch nicht schlecht aber das scheinen mir die Werkzeuge etwas kurz zu sein und mit der Vierkantaufnahme komme ich in dem engen Bereich auch schwer zurecht. Muss mich erstmal weiter informieren.
Der Hinweis von FJRHarry ist natürlich auch zu bedenken aber meine Mühle ist gerade nicht zu bewegen. Von daher muss es wohl bei mir in der Garage erledigt werden.
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Re: Schraube des Thermostateinlassrohrs am Zylinderkopf dreh

Beitrag#6   von FJRHarry » 07.08.2026, 22:07

Wenn du die Arbeit selbst durchführst, empfiehlt es sich, eine dünne Holzleiste (oder einen Metallstreifen) auf den Ventildeckel zu legen und ein Loch hindurchzubohren, durch das der Bohrer geführt wird; dieses Holzleiste /Metallstreifen dient als Anschlag für die Bohrmaschine und verhindert, dass du zu tief bohrst – Schließlich kann sich ein Bohrer sehr leicht zu tief in Aluminium "ziehen" während des Bohrens, und das würde vielleicht bedeuten, dass der Zylinderkopf im Schrott landet.

(Aber wahrscheinlich hast du dir selbst schon etwas einfallen lassen, um das zu verhindern :denk: )
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Re: Schraube des Thermostateinlassrohrs am Zylinderkopf dreh

Beitrag#7   von chris » 08.08.2026, 13:46

Problem gelöst :-)
Mein Nachbar, der jetzt stolzer Besitzer meiner RP08 mit Motorschaden ist, gab mir den entscheidenden Tipp, mal die Gesamttiefe des Bohrlochs zu messen, um zu erkennen, ob vielleicht am Ende der alten Schraube noch genügend gesunde Gewindegänge vorhanden sind.
In diesem Fall war die Überlänge der Gewindebohrung 5 mm mehr als die Schraube lang ist und ich konnte die Situation mit einer längeren Schraube bewältigen.

Dieser Tipp erscheint mir so wertvoll, dass ich vorschlage, den Thread-Titel zu verallgemeinern, wie z.B. Schraube dreht durch oder Schraube überdreht.
Diese Lösung könnte ja vielleicht auch an unspezifischen anderen Stellen passen.
Vielen Dank an alle Tippgeber.
VG Chris
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Re: Schraube des Thermostateinlassrohrs am Zylinderkopf dreh

Beitrag#8   von Ecki » 08.08.2026, 13:52

Sehr gut!

Erstmal den Nachbarn fragen, meist hat er die Lösung.

Danke für deine Antwort.
Gruß ECKI

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Re: Schraube des Thermostateinlassrohrs am Zylinderkopf dreh

Beitrag#9   von noppe » 08.08.2026, 14:09

Wenn das Wasserrohr so aussieht, dann würde ich das mit Rostumwandler bearbeiten und neu Lackieren.
Oder gleich gegen neu tauschen. Wer weiß ob das mit neuen O-Ringen wieder dicht wird.
Problem ist das man erst feststellt ob es dicht oder undicht ist wenn der Tank wieder drauf ist.

Aber neu ? ist das Vergoldet ?
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Da gibt es bestimmt günstigere Angebot gebraucht die besser aussehen.
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Re: Schraube des Thermostateinlassrohrs am Zylinderkopf dreh

Beitrag#10   von FJRHarry » 08.08.2026, 14:27

chris schrieb:Problem gelöst :-)
Mein Nachbar, der jetzt stolzer Besitzer meiner RP08 mit Motorschaden ist, gab mir den entscheidenden Tipp, mal die Gesamttiefe des Bohrlochs zu messen, um zu erkennen, ob vielleicht am Ende der alten Schraube noch genügend gesunde Gewindegänge vorhanden sind.
In diesem Fall war die Überlänge der Gewindebohrung 5 mm mehr als die Schraube lang ist und ich konnte die Situation mit einer längeren Schraube bewältigen.
VG Chris
Es ist schön, dass sich das auf diese Weise lösen ließ; danke für die Rückmeldung :yes:
Auch wenn nur etwa 5-mm-Gewinde in Aluminium wenig Spielraum für Fehler lassen, sollte es mit ein Anzugsmoment von lediglich 10 Nm trotzdem ausreichen, um eine einwandfreie Abdichtung durch den O-Ring zu gewährleisten.

Bei der FJR befinden sich die Kühlwasserrohre aus Metall an einer wirklich ungünstigen Stelle; bei Regenfahrten sammeln sich dort gerne Wasser und Feuchtigkeit, was – in Verbindung mit der Motorwärme – ideale Bedingungen für Rostbildung schafft.
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