Hallo, liebe Freunde!Heute ist wieder so ein Tag, an dem man merkt, wie schnell die Zeit vergeht. Schon wieder ein Jahr älter! Aber wenn ich ehrlich bin, beschäftigt mich die Zahl inzwischen weniger als die Frage, was wir aus unserer Zeit machen.
Erst einmal möchte ich mich bei euch ganz herzlich für die vielen Geburtstagswünsche bedanken. Ich habe mich wirklich über jede Nachricht gefreut. Und weil im Laufe des Tages bestimmt noch einige dazukommen, bedanke ich mich einfach schon mal im Voraus.
Vielleicht ist mein Geburtstag auch eine gute Gelegenheit, euch ein bisschen zu erzählen, was Britti und ich in diesem Jahr eigentlich alles getrieben haben. Denn wer sich wundert, warum man uns kaum noch zu Gesicht bekommt, dem kann ich sagen: Wir sind unterwegs. Und das mit wachsender Begeisterung!
April 2026: Unser Abenteuer beginnt in Griechenland
Anfang April ging es mit unserem Silberpfeil, dem Wohnmobil, Richtung Süden. Unser Ziel war Griechenland.
Wir erkundeten den Peloponnes, Chalkidiki, traumhafte Küsten und kleine Dörfer. Besonders beeindruckend waren die Meteora-Klöster, die hoch oben auf gewaltigen Felsen thronen. Da fragt man sich wirklich, wie die Menschen das damals gebaut haben.
Griechenland war wunderschön, bis uns der Sommer mit voller Wucht erwischte.
45 Grad! Leute, das ist kein Urlaub mehr, das ist betreutes Garen!Also kurzerhand mit der Fähre nach Italien. Dort war es allerdings auch nicht viel kühler. Deshalb ging es weiter nach Österreich in die Berge. Endlich wieder frische Luft und Temperaturen, bei denen man freiwillig vor die Wohnmobiltür geht.
Sommer 2026: Urlaub vom UrlaubVon Österreich fuhren wir zurück nach Deutschland und gönnten uns tatsächlich 14 Tage Urlaub im eigenen Haus.
Aber lange hielt es uns nicht dort. Der Silberpfeil wollte wieder auf die Straße.
Eigentlich hatten wir nur vor, uns Schweden anzuschauen und vielleicht noch bis Trondheim in Norwegen zu fahren.
Aus „Wir schauen uns mal Schweden an“ wurde allerdings eine Reise von rund 4.000 Kilometern bis zum Nordkap!
August 2026: Das Nordkap im NebelUnd dann standen wir tatsächlich vor der berühmten Nordkap-Kugel. Tausende Kilometer gefahren, voller Vorfreude auf den Blick über das Nordmeer.
Und was gab es zu sehen?
NEBEL! Eine einzige graue Suppe!Was ein Shit!
Aber die Fahrt dorthin war jede einzelne Kurve wert. Diese endlosen Landschaften, die Ruhe und das besondere Licht des Nordens waren einfach beeindruckend.
August und September: Die Lofoten und NorwegenVom Nordkap führte uns die Reise über die traumhaften Lofoten wieder Richtung Süden.
Was für eine Landschaft! Gewaltige Berge, tiefblaue Fjorde, kleine Fischerdörfer und Aussichten, bei denen man am liebsten alle paar Kilometer stehen bleibt.
Wir haben uns gefühlt jeden großen Wasserfall Norwegens angeschaut. Natürlich durfte auch der berühmte Trollstigen mit seinen spektakulären Serpentinen nicht fehlen.
Norwegen hat uns wirklich begeistert. Manchmal standen wir einfach nur da, schauten in die Landschaft und konnten kaum glauben, wie schön unsere Erde ist.
September und Oktober: Zurück in die HeimatNach weiteren rund 4.000 Kilometern Richtung Süden waren wir schließlich wieder zu Hause.
Seit zwei, drei Wochen sind wir nun zurück. Nach fast einem halben Jahr auf Reisen fühlt sich das eigene Haus inzwischen beinahe wie ein Ferienhaus an.
Und was machen wir jetzt?
Wir überlegen natürlich schon, wohin es 2027 geht!Sobald die Sonne wieder höher steht, soll es erneut Richtung Süden gehen. Sardinien, Sizilien, Apulien und Süditalien stehen auf unserer Wunschliste.
Was danach kommt? Keine Ahnung!
Denn das ist das Schöne an unserer Reiserei: Wir planen eigentlich überhaupt nichts.
Keine festen Tagesetappen, keine durchorganisierten Routen und keinen Zeitdruck.
Morgens trinken wir gemütlich unseren Kaffee, schauen uns an und einer sagt: „Du, lass uns doch heute mal da hinfahren.“
Und dann machen wir das einfach.
Manchmal fahren wir 50 Kilometer, manchmal 300. Und wenn es uns irgendwo besonders gefällt, bleiben wir eben ein paar Tage länger.
Diese Freiheit, jeden Tag neu entscheiden zu können, wohin es geht, ist für uns der größte Luxus.Und was ist mit dem Motorrad?Ja, ich weiß, einige wundern sich bestimmt, warum man mich kaum noch auf meiner BMW sieht.
Die Antwort ist ganz einfach:
Ich habe überhaupt keine Zeit mehr zum Motorradfahren!Ganz ohne Zweirad geht es natürlich trotzdem nicht. Unsere Honda Vision mit ihren stolzen 10 PS steht hinten in der Heckgarage unseres Wohnmobils und fährt auf unseren Reisen immer mit. Damit erkunden wir die Umgebung, fahren durch kleine Ortschaften und kommen auch dorthin, wo es mit dem großen Silberpfeil etwas eng wird.
Für große Motorradtouren bleibt momentan einfach keine Zeit.
Aber keine Sorge, liebe Motorradfreunde:
Ich komme wieder!Wenn ich heute an meinem Geburtstag auf dieses Reisejahr zurückblicke, dann denke ich an Griechenlands traumhafte Küsten, die Berge Österreichs, die unglaubliche Weite Skandinaviens, unsere Nordkap-Kugel im Nebel und die grandiosen Landschaften Norwegens.
Vor allem aber an all die schönen Erlebnisse, die Britti und ich gemeinsam sammeln durften.
Und davon wollen wir noch jede Menge mehr!
Denn am Ende zählen nicht die gefahrenen Kilometer, sondern die Erinnerungen, die bleiben.Noch einmal vielen Dank für eure Geburtstagswünsche!
Bleibt gesund, neugierig und verschiebt eure Träume nicht immer auf irgendwann.
Wir fahren einfach weiter. Ohne großen Plan, aber mit jeder Menge Lust auf das nächste Abenteuer!
Liebe Grüße von Britti und Kai