redigiert mit Unterstützung durch perplexity.ai
Die
Alpen Rundfahrt 2026 hat mich inspiriert, mal eine Tour statt einer langweiligen Anreise zu planen.
Für mich ist es nach über 50 Jahren auf dem Motorrad die erste Tour in die Alpen – entsprechend groß sind Vorfreude und Respekt vor dem Hochgebirge. Aus der Luft habe ich die Alpen bereits vor vielen Jahren im Kleinflugzeug erlebt, nun soll es auf zwei Rädern und in einer erfahrenen Gemeinschaft losgehen.
Zunächst stand die Frage im Raum, wie ich mich und mein Motorrad aus Ostwestfalen am sinnvollsten in die Alpen bekomme. Die erste Idee war, einen Anhänger zu organisieren, die Maschine zu verladen und die rund 750 km bis zum Hotel am Arlberg mit dem Auto zu fahren – machbar, aber mit Anhänger eher langwierig und wenig abwechslungsreich, auch wenn man damit bei Regen auf der sicheren Seite ist.
Als myrouteapp-Nutzer der ersten Stunde ist mir die Challenge „Iron-Curtain-Trail“ natürlich ein Begriff – eine Sammlung von Routen entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs. Diese Grenze kenne ich noch aus meiner Jugend, als ich mit 15 Jahren im Interzonenzug zu Verwandten in die DDR fuhr und dort die Ferien unter anderem auf dem Traktor verbrachte. Noch heute verursacht der Übergang früherer Grenzpunkte ein besonderes Gefühl in der Magengegend.
Auf der FJR-Kult-Tour 2025 habe ich bereits einen kleinen Abschnitt des Iron-Curtain-Trail bei der Anfahrt kennengelernt, und auch während der Tour selbst wurden beide Teile des ehemaligen Deutschlands befahren. Aus diesen Eindrücken entstand die Idee, den Iron-Curtain-Trail als Grundlage für die Anreise zur Alpenrundfahrt zu nutzen. Geht das?
Die Antwort lautet: Ja – wenn man das Ganze als entspannte, aber anspruchsvolle „Challenge“ versteht. Geplant sind drei Fahrtage mit Fahrzeiten von jeweils mindestens fünf Stunden, sodass ausreichend Raum bleibt, ausgewählte interessante Punkte entlang der Strecke zu besuchen, auch wenn nicht alle ausgearbeiteten Stationen berücksichtigt werden können.
Startpunkt der Route ist Witzenhausen südlich von Göttingen.
Nach drei erlebnisreichen Tagen erreichen wir Simbach am Inn, von wo aus es am Donnerstag weiter zum Posthotel Strengen am Arlberg geht, um dort nahtlos in die eigentliche Alpenrundfahrt zu starten und die Bergwelt zu genießen.
Diese Tour ist bewusst anders konzipiert als klassische, geführte Ausfahrten. Es gibt keinen festen Tourguide, der allein die Strecke vorgibt und die Gruppe führt. Stattdessen wechselt die Rolle des Tourguides regelmäßig, sodass jede und jeder einmal vorne fährt – und die anderen zwischendurch die Gelegenheit haben, die Umgebung und nicht nur das Navi im Blick zu behalten.
Statt einer Route mit wenigen Zwischenstopps und festen Einkehrpunkten planen wir eine detaillierte Tour mit etwa 60 bis 80 Wegpunkten, die den ehemaligen Grenzverlauf möglichst genau nachzeichnet und dabei relevante Points of Interest rund um das Thema „Eiserner Vorhang“ einbindet.
Alle Mitfahrenden sollten in der Lage sein, die Route eigenständig zu navigieren; dazu gehört der sichere Umgang mit umfangreich ausgearbeiteten Routen.
Als Navigationshardware kommen Geräte von Garmin bis TomTom in Frage; besonders empfehlen möchte ich jedoch die myrouteapp Navigation. Damit lässt sich die geplante Route besonders gut nutzen, zumal ausgewählte Punkte entlang der Strecke mit Audiokommentaren hinterlegt sind, die nur auf diesem Weg hörbar sind.
Ein Headset – idealerweise mit Kommunikation von Biker zu Biker – sollte vorhanden sein. Ich selbst nutze Cardo®, andere Systeme wie Sena® können jedoch gekoppelt werden.
Die Hotelorganisation erfolgt bewusst individuell: Ich übernehme keine Buchungen, sondern spreche lediglich Empfehlungen für Unterkünfte aus, die aus meiner Sicht sinnvoll erscheinen. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer reserviert das Zimmer anschließend selbst.
Als Starttermin ist Montag, der 01.06.2026 vorgesehen, mit Ankunft in Simbach am Inn am 04.06.2026, von wo aus wir direkt in die Alpenrundfahrt übergehen. Alternativ ist ein Start bereits am Sonntag, den 31.05.2026 möglich, mit Ankunft im Posthotel Strengen am Mittwoch, den 03.06.2026 – in diesem Fall steht am Mittwoch ein zusätzlicher Ruhetag vor der Weiterfahrt am Donnerstag zur Verfügung.
Je nach Variante ergeben sich insgesamt sechs oder sieben Übernachtungen bis Sonntag, mit geschätzten Kosten von rund 100 € pro Nacht. Mallorca mag günstiger sein – dafür erwarten uns hier zwei ganz besondere Touren, die man in dieser Kombination nicht alle Tage geboten bekommt.
Zur Rückreise gibt es noch keine konkreten Pläne.
Zunächst ist mir wichtig zu erfahren, wie euch dieser Vorschlag gefällt und wer sich grundsätzlich eine Mitfahrt vorstellen kann.
So, alle, die es bis hier geschafft haben, grüße ich und freue mich auf Rückmeldungen
RT
Zündapp KS50, Fahrrad mit Torpedo-Dreigangschaltung, Piaggio Boxer, BMW R75/5, MZ TS250/1, MZ ETZ250, BMW R90S, BMW R1100R, Yamaha-Majesty, FJR, Honda X-ADV
BTTalk: x-adv; Cardo-PacktalkBold
myroute-app, calimoto, tomtomGo, TTRider2013
<itineris finis> inspiriert von Topliner